Gut geschützt zum Einkaufen und im Ort


Freiwilligenteam aus Affalterbach näht Behelfsmasken für alle Menschen im Kleeblatt Wohnen

Bild: Freiwillige Akkordarbeit an der heimischen Nähmaschine: Wencke Pfizenmayer (li) und Tanja Karamik (re) mit Kleeblatt Geschäftsführerin Andrea Nisi-Binder (Mitte)

Ab dem kommenden Montag ist es soweit: Wer sich in Baden-Württemberg dann zum Einkaufen begibt oder öffentliche Verkehrsmittel nutzt, muss eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Gerade für ältere Menschen, die zwar noch rüstig sind, aber doch zunehmend Unterstützung benötigen, ist die Beschaffung dieser Masken ein großes Problem.

Rund 600 Bewohnerinnen und Bewohner der betreuten Wohnungen in den örtlichen Kleeblatt Pflegeheimen bekommen daher dieser Tage Post von der Firmenzentrale mit einer solchen, immer wieder verwendbaren Maske. Hergestellt wurden diese von den freiwilligen Näherinnen rund um Tanja Karamik vom Kreativtreff Affalterbach.

Kleeblatt Geschäftsführerin Andrea Nisi-Binder erzählt: „Bereits vor drei Wochen hatten wir die Idee, sicherheitshalber nach solchen Behelfsmasken zu schauen. Da kam die eMail von Frau Karamik, die uns solche Masken anbot, gerade recht. Als wir dann 1.500 Masken angefragt haben, hatte ich erwartet, in entsetzte Gesichter zu blicken. Stattdessen kam ein beherztes: ‚Alles klar, bis wann brauchen Sie die?‘ als Antwort.“

Die rund 20 nähbegeisterten Frauen haben in den letzten drei Wochen an die 4.000 Behelfsmasken hergestellt und gratis dort verteilt, wo sie gebraucht werden. Das benötigte Material wie Stoffe, Gummizüge oder Nasenbügel werden entweder direkt gespendet, oder durch Geldspenden finanziert. Zu den dankbaren Abnehmern im Landkreis gehören Hospize, das Ludwigsburger Frauenhaus oder die Kfz-Zulassungsstelle. Aber auch überregionale Anfragen erreichen das Team, so zum Beispiel aus dem Ruhrgebiet.

Im Fall von Kleeblatt hatten sich die Firma Rupp Raumausstattung aus Steinheim und die Firma Centa Star aus Untertürkheim an den Materialspenden beteiligt. „Wir sind sehr dankbar, dass wir in diesen Krisenzeiten auf unsere Partner zählen können und derart schnelle, unkomplizierte Unterstützung erfahren“, betont Andrea Nisi-Binder. Insbesondere deshalb, weil u.a. Gummizüge und Vliesstoffe in Coronazeiten zur begehrten Mangelware geworden sind.

Die nächste logistische Herausforderung ist es nun, die Masken samt Anleitung zum richtigen Tragen und Pflegen zügig an alle Empfänger zu verteilen. Doch auch hier ist Nisi-Binder zuversichtlich: „Unser Team hält nicht nur in Krisenzeiten toll zusammen. Derzeit wird sortiert und gepackt was das Zeug hält. Das kriegen wir jetzt auch noch hin!“

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